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Fotogalerie hier:

„Peripatoimen“ („Lasst uns einen Spaziergang machen,....“)

peripateo
(griech.) umhergehen, -wandeln, umherspazieren, einhergehen; übtr. einen Lebenswandel führen, leben

Peripatetiker sind Menschen, die beim Philosophieren umhergehen oder beim Herumgehen philosophieren; sie spüren dabei die Form des Bodens. Wenn sie auf Denkwegen wirkliche und mögliche Lebenswege nach ihrem Sinn befragen, haben sie manchmal den Eindruck, sie würden auf einem „Möbiusband“ wandeln.
Möbiusband – Objekte: Die schöne Form
Aus unterschiedlichen Blickwinkeln und durch verschiedene Konstruktionen von Möbiusbändern ergeben sich ästhetisch interessante und schöne Gebilde oder Ansichten von solchen. (Ich weiß, dass ich nicht der erste Künstler bin, der die Form des Möbiusbandes verwendet.) Aus welchem Material und in welcher Größe man die Objekte herstellt, hängt auch vom Ort und vom Geld ab. Eine Möbius - Bank mit einem Durchmesser von 8 Metern habe ich für den Wintergarten des Realgymnasiums „J.Ph.Fallmerayer“ in Brixen realisieren können. Sehr gerne möchte ich auch die Form der „Ohrmuschel“ groß ausführen (vielleicht begehbar, als Bühne, ).

Bildparabeln: Das Spiel mit der Symbolik
Die Parabeln beginnen so: Unsere Welt ist gleich einem MÖBIUS-Band...... Ich muss hier keine mathematische Definition geben, sondern nenne nur diejenige Eigenschaft des Möbius-Bandes, die für meine Parabeln wesentlich ist: wir gehen auf dem Band herum, und ohne je seine Grenzlinie überschritten zu haben, können wir uns an der Ausgangsstelle wieder finden - jetzt aber mit dem Kopf nach unten. (....und dann wieder mit dem Kopf nach oben und dann wieder nach unten, und......)
Die Geschichten, die ich in den Bildern erzähle, sollen als Gleichnisse für unsere Innenwelten verstanden werden: die Wege, welche unser menschliches Denken, Wollen und Wünschen geht, verlaufen nicht selten auf einem Möbius-Band. Manche Änderungen geschehen ganz unauffällig, ohne dass irgendein Schritt als das Überschreiten einer Grenze erlebt würde. Das Bewusstwerden der Andersheit bzw. der Wendung - bei sich selbst oder bei anderen - kann in ganz unterschiedlichen Lebenszusammenhängen und auf ganz unterschiedliche Weise erlebt werden.
Oder: wenn mehrere Leute zusammen sind, ist es oft so, dass ihre Köpfe trotzdem nicht zusammen kommen, dass ihr Sinnen und Trachten in entgegengesetzte Richtungen zeigt.
Einen ersten Zyklus von 25 Bildern habe ich für den Wintergarten des Realgymnasiums „J. Ph. Fallmerayer“ in Brixen, wo auch die Bank steht, gemacht. Es gibt viele Skizzen für weitere Bilder.